Unser Kinderhaus


Unser schönes Kinderhaus wurde im Jahr 1911 als Schulhaus erbaut und wurde von 1912 bis 1968 als Grundschule in Gilching genutzt.

Seit 1996 besuchen nun kleine Kinder das Kinderhaus und werden hier sehr liebevoll und individuell nach der Methode Maria Montessoris betreut.

"Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren."
(Dr. Maria Montessori)



Herzlich Willkommen zum Kinderhausjahr 2017/2018


Wünsche für mein Kind

Nun gehst du einen großen Schritt hinaus – weg von zu Hause, weg von Mama und Papa!

Ich wünsche dir viel Freude, gute neue Freunde, spannende Lerninhalte, Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit.
Dass du gesehen, angenommen und gemocht wirst, mit allem, was dich ausmacht.

Viele jüngere und ältere Kinder, unbekannte Erwachsene erwarten dich!

Halten wir einen Moment inne und denken an Situationen, in denen es uns so ging wie den Kindern bei ihrem Neuanfang im Kinderhaus.
Wie ist es, wenn wir eine neue Arbeitsstelle antreten. Haben wir von den Kollegen(Innen) die Unterstützung bekommen, die wir uns wünschen. Ist jemand dabei, mit dem wir uns näheren Kontakt wünschen, eine Freundschaft.

Alles braucht Zeit.

Geben wir auch den Kindern die Zeit mit den vielfältigen Veränderungen und allem Neuem vertraut zu werden. Das ist ein monatelanger Prozess. Freundschaften dürfen wachsen. Junge Kinder spielen eher nebeneinander als miteinander. Sie sind noch in ihrer eigenen kleinen Welt, in der sie sich als Mittelpunkt erleben. Eigene Bedürfnisse zurückstellen und die Anderer wahrnehmen, für Drei- und Vierjährige eine große Aufgabe, die viel Begleitung und Übungsfeld bedarf.
Das Erlernen des Sozialverhaltens, d.h. wie gehe ich angemessen mit meinen Gefühlen, ob Freude, Wut oder Frustration, Angst, Kraft, Überschwänglichkeit oder Traurigkeit um, ist im Kindergartenalltag mit die größte Herausforderung.

Vertrauen Sie, schenken Sie Ihren Kindern die Zeit. Seien Sie nicht in Sorge, wenn Ihr Kind äußert, es hätte keine Freunde. Die Kinder sind im Miteinander, haben täglich vielfältige Begegnungen und sprachlichen Austausch mit den anderen – auch wenn sie noch erwachsenenorientiert sind.

Zu erleben, wie die Kinder in den Jahren, die sie bei uns sind, die Herausforderungen meistern, wie sie mit und an den Aufgaben wachsen, erfüllt uns immer wieder mit Freude.
Sie leben unterschiedliche Rollen, die sich durch die Altersmischung in den Gruppen Jahr für Jahr verändern, sind mal Führende, Tonangebende, mal Folgende, die sich der Meinung der Leitfiguren anpassen, sie sind die „Stillen“, die Vermittler, der „Chef“, Helfer, Organisator und vieles mehr.

Wünsche für mein Kind, das heißt auch Vertrauen schenken, Ihrem Kind und uns, als Begleiter.

Es grüßt Sie herzlich Ihr Montessori-Kinderhausteam!


Das Konzept des Montessori-Kinderhauses Gilching erhalten Sie hier zum Download














In diesem Sinne noch ein – uns sehr am Herzen liegendes – Thema:

Warum Kinder Klarheit und Grenzen brauchen

Unsere schnelllebige, leistungsorientierte und mediengesteuerte Gesellschaft lässt bei vielen Eltern Fragen im Umgang mit Ihren Kindern aufkommen. Daraus resultiert eine zunehmende Verunsicherung zum Thema „Grenzen“ in der Erziehung.

Verständlich, denn Eltern möchten natürlich das Beste für ihre Kinder, sie möchten wertvoll sein für diejenigen, die ihnen so sehr am Herzen liegen. In der Kombination aus diesem grundlegenden Bedürfnis und einem Ehrgeiz liegt wahrscheinlich auch die Ursache, dass es schwer fällt, ein Gleichgewicht zwischen Ja und Nein zu finden.

Ehrgeiz? Ja. „Viele sehen nur, dass Kinder heutzutage freier im Umgang mit Erwachsenen sind und von der Wirtschaft als Konsumenten geschätzt werden. Sie haben jedoch keinen Blick dafür, dass die Möglichkeiten der Kinder, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben und zu spielen, allmählich gegen Null gehen. Kinder von heute sollen vor allem funktionstüchtig sein, um einen menschenfeindlichen Ausdruck zu benutzen: eine Uniformierung, die allmählich zur kollektiven Zwangsjacke wird“, kritisiert der dänische Familientherapeut Jesper Juul.

Damit sich Kinder zu seelisch gesunden Persönlichkeiten entwickeln können, brauchen sie Beständigkeit, Halt und Orientierung durch klare Grenzen und verbindliche Regeln. Grenzen bedeuten auch Schutz. Kinder wünschen sich starke und verlässliche Eltern, an denen sie sich anlehnen können. Regeln geben Orientierung und fördern ein positives Miteinander. Klare Absprachen helfen ihnen, sich in der Welt zurecht zu finden und später schließlich selbstbewusst den gesellschaftlichen Anforderungen entgegentreten zu können.

Unter „konsequent sein“ wird unseres Erachtens die Haltung der Eltern und Pädagogen verstanden, die auf der Grundlage einer wertschätzenden Erziehung eingenommen wird. So wird es bei uns im Haus, gemäß der Montessori-Philosophie, gelebt.

Doch leichter gesagt, als getan. Wir verstehen die Problematik der Eltern. Bei all ihren Fragen rund um ihr Kind sehen wir uns als Berater und Begleiter.





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Montessori Kinderhaus  |  Schulstraße 3  |  82205 Gilching
www.montessori-kinderhaus-gilching.de